1. Tag: Mit dem Linienflug nach Südamerika beginnt über Nacht Ihr großes Andenabenteuer, die Expedition zum Aconcagua. Erstes Ziel ist Chile.
2. Tag: Ankunft in der Hauptstadt Chiles, Santiago. Nach kurzem Aufenthalt geht es mit einem Anschlussflug weiter nach Mendoza, Argentinien. Einholen der Permits und Stadtbummel durch die quirlige Andenmetropole. Nach einem ordentlichen argentinischen Steak erwartet Sie ein gemachtes Bett im besten Hotel an der Plaza de Independencia.
3. Tag: Transfer nach Los Penitentes, 2680 m, auf der Südseite des Aconcagua, in einem geräumigen Kleinbus. Nach ca. 3,5 Std. erreichen Sie den im Sommer sehr ruhigen Wintersportort. Besichtigungsmöglichkeit der Naturbrücke „Puente del Inca“ und der Thermalquellen in der Umgebung. Genächtigt wird in einem einfachen Bergsteigerhotel in Los Penitentes, dem Sprungbrett zum Aconcagua.
4. Tag: Aufbruch zum Aconcagua Basecamp über das Vacas Tal. Diese Route ist nur wenig frequentiert und bietet Ihnen eine Fülle an unberührter Natur. Das schwere Gepäck wird von Mulis getragen, Sie kommen mit dem Tagesrucksack aus. Tagesziel ist das Camp von Pampa de Leña, 2810 m, wo nach 4–5 Stunden die Zelte am Fluß aufgebaut werden.
5. Tag: Das Lager Casa de Piedra, 3200 m wird heute erreicht. Gegen Ende der Tagesetappe erlauben flüchtige Blicke aus dem Tal erstmals die Sichtung des berühmten Polengletschers auf der Ostseite des Berges. Das malerische Camp erreichen Sie nach ca. 5–6 Stunden Gehzeit.
6. Tag: Das Basislager Plaza Argentina, 4200 m, ist das Ziel dieses Tages. Sie erreichen es nach Überquerung des Rio de las Vacas und dem zunächst steilen Aufstieg ins eng eingeschnittene Relinchostal. Ca. 6-7 Std. benötigen Sie für diese Etappe.
7. Tag: Ruhe und Erholung ist das Motto für den Tag nach dem Erreichen des Basislagers. Das fördert die Akklimatisation.
8.–19. Tag: Für die Aconcagua-Besteigung Polengletscherroute: Die Schwierigkeiten der Route liegen vor allem im Eis, mit Felskletterei muss nicht gerechnet werden. Bei einer durchschnittlichen Neigung von 30-35° erreichen kurze Aufschwünge des Polengletschers bis zu 50-55° Steilheit, die dann mit Fixseilen versichert werden müssen. Der sich anschließende Ostgrat ist weniger steil, dafür ausgesetzt und sehr lang. Zu Zeiten sorgen die starken Höhenwinde für weitläufige Blankeispassagen. Sollte dann ein Aufstieg über den Polengletscher wegen zu schlechter Bedingungen nicht möglich sein, muss auf die Polentraverse ausgewichen werden. Polentraverse: Der Aufstieg ist ohne größere technische Schwierigkeiten und erfolgt weitgehend auf Pfaden und Steigspuren, zwischendurch sind kurze weglose Abschnitte zu bewältigen. Kletterpassagen sind keine vorhanden. Lediglich bei schlechter Witterung können Blankeispassagen auf den Pfadspuren vorhanden sein. Dennoch sollte man berücksichtigen, dass die mitunter extreme Witterung und die große Höhe am Berg eine starke physische und psychische Beanspruchung zur Folge haben, deren man nur in hervorragender konditioneller Form, mit der entsprechenden Alpinerfahrung gerecht werden kann.
In den Hochlagern kann bei gutem Wetter Wasser aus Bachläufen entnommen werden, sonst muss Schnee geschmolzen werden, um Trinkwasser zu erhalten. Zum Einsatz kommen expeditionsbewährte Zweimannzelte, die man sich nach Wunsch zu zweit oder dritt teilt. Die Aufgaben der Lagerbereitung, das Kochen und das Tragen der Gemeinschaftsausrüstung werden innerhalb dieser Teams aufgeteilt. In der Regel wird nach einem Lastgang erst am darauf folgenden Tag das Lager höher verlegt. Die Methode „zwei Schritte vor und einen zurück“ bzw. „go high, sleep down“ bietet die beste Akklimatisation und erhöht Ihre Chancen maßgeblich, den Gipfel zu erreichen. So kommt man mit einer Tragleistung von durchschnittlich 15-18 kg täglich gut zurecht. Dank des permanenten Basislagers, kann jederzeit abgebrochen und abgestiegen werden (z.B. bei Höhenproblemen, Schlechtwettereinbruch). Auch eine Ruhephase zum „Auftanken“ ist vor dem endgültigen Aufbruch drin.
Zunächst geht es in Richtung Nordwesten durch das wilde Ameghinotal über Moränen und Gletscherrelikte hinauf zum Lager I auf etwa 4900 m (5-6 Std.). Am weitläufigen Ameghinosattel, zwischen Cerro Ameghino, 5918 m, und Aconcagua vorbei über steile Geröllflanken und Schneefelder empor. Der Aufstieg erfolgt bis zum Gletscher weitgehend in Steigspuren, zwischendurch sind aber auch weglose Abschnitte zu bewältigen. Das Lager II, 5950 m, wird unmittelbar unterhalb der Gletscherzunge errichtet (6 Std.). Hier teilen sich nun die Routen. In jedem Fall aber führt Sie die nächste Etappe mit leichtem Gipfelgepäck – die Zelte und Campingutensilien werden von Trägern direkt zum nächsten Lagerplatz auf der Abstiegsroute gebracht – zum Gipfel! Weit links ausholend schlängelt sich die Polengletscherroute zwischen Eiswülsten zur „Piedra Bandera“, 6400 m, empor. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Beginn des schönen Ostgrats. Auf der schmalen Gratschneide ist nochmals volle Konzentration erforderlich, dann stehen Sie auf dem höchsten Punkt des südamerikanischen Kontinents.
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