dann Lager eins errichtet. Aber nun musste wieder gewartet werden und daran hat sich für lange Zeit nichts verändert. Das schlechte Wetter bestimmte nun den Gang der Dinge.
Während einem sehr kurzen Schönwetterfenster mussten die drei Expeditionsteilnehmer feststellen, dass das Zelt im Materialdepot unter der Schneelast zusammengebrochen war und ein weiteres, noch verpacktes Zelt eine Lawine mitgenommen hat. War aber ohnehin erstmal kein Problem da schon wieder Schnee vom Himmel fiel. Die Zeichen standen schlecht und manche Expedition kehrte dem Berg den Rücken.
Nach langem warten konnten Ernesto, Richard und Koki (Jorge) wieder aufsteigen und ein Lager auf knapp über 7000 m errichten. Eigentlich war noch ein Lager auf 7350 m geplant aber nun fehlte es an Zelten und vor allem an Zeit.
Die Ausgangsituation war denkbar ungünstig. Zurück im Basislager war klar, dass sofern das Wetter es erlaubt nur noch ein einziger Gipfelversuch möglich war. Ausserdem hatten sie mit dem Handicap zu leben, dass ihr letztes Lager eigentlich zu tief stand. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und zum hoffen hatten sie noch viel Zeit weil seit der Rückkehr ins Basislager wieder Schnee fiel und der Wind pfiff. Die Zeit lief nun sprichwörtlich davon. Als sie schon mit der Abreise spekulierten kam nochmals ein Schönwetterfenster.
Am 09. Oktober um 14:40 war der Traum wahr geworden („La cumbre de un sueno“). Richard und Koki standen glücklich am Gipfel des Shisha Pangma. Leider musste Ernesto Malaga, der Motor des Unternehmens, aufgrund der Folgen vorangegangener Erfrierungen und Amputationen den Gipfelversuch abbrechen. Ernesto hatte sich beim ersten Besteigungsversuch vor zwei Jahren Erfrierungen dritten Grades an seinen Fingern zugezogen. Als Folge mussten an mehreren Fingern das erste Glied amputiert werden.
Herzlichen Glückwunsch zum ersten 8000er für ein rein peruanisches Team.
Claudio Franzisco de la Vega
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