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zunächst die Sherpas meines Teams an, die erste Strecke hinauf ins ABC 5650m und weiter ins Hochlager I auf 6200m zu versichern. Wir hatten sehr viel Schnee in der ersten Wand und die drei brauchten über zwei Tage für die 500 Höhenmeter. Als ich im Besitz meiner vollen Kräfte war, stieg ich mit dem Team nach oben ins ABC. In der darauf folgenden Nacht machte ich kein Auge zu, Eis und Steinschlag jagte an uns links und rechts vorbei. Doch am morgen war nichts zu sehen. „War es doch weiter in der Ferne“. Nun stieg ich gemeinsam mit meinen vier Teammitgliedern hinauf ins Hochlager I. Dort sollte ich den weiteren Weg versichern in Richtung Hochlager zwei.
Doch die Schwierigkeiten und der viele Schnee ließ es eigentlich nicht zu. Ich versicherte genau 100 Meter im sehr exponierten und schwierigen Schnee und Eisgelände. Als das Seil zu Ende war fixierte ich das Seil und ging zurück. Als ich um die Ecke kam, sagte der Bertel ich solle zurückkommen, es seie was passiert, ich glaubte an das Schlimmste. Die Nachricht kam über meine Funkgeräte, vier Sherpas stürzten 1500 Meter in die Tiefe auf dem Normalweg. Schnell seilten wir nach unten und gingen zurück ins Basislager. Dort war sehr viel Unruhe und niemand wusste etwas Genaues. Vier meiner Gruppe sahen die Lawine, sie ging unterhalb des Gipfel des Pumori auf dem Normalweg herunter und riß alle vier Sherpas in den Tod. Die Sherpas waren von einem Internationalen Team.
Schon am nächsten Tag schauten wir nach den Sherpas, doch wir fanden nur einen tot auf, die anderen drei werden tief unter dem Eis vergraben. Gegen Mittag kam der Helikopter und flog ihn und zwei Teammitglieder des Internationalen Teams nach draußen.
Nach einer weiteren Schlafnacht mit Lawinen stieg ich wieder hinauf ins Lager I und die Sherpas meines Teams gingen keinen Meter mehr. Ich musste aufgrund der hohen Lawinengefahr die Expedition abbrechen. Das Risiko war viel zu hoch. Wieder in der Nacht jagte einen Lawine über den Pumori hinweg, dieses Mal aber genau über unseren Zustieg. Die Steine am nächsten morgen waren Auto groß und meine Entscheidung war die richtige. Man muss auch mal nein sagen können als Expeditionsleiter, wenn das Risiko nicht mehr berechenbar ist. Auch wenn so eine Entscheidung sehr weh tut und nicht einfach ist.
Doch der Pumori bleibt ein Spitzen Berg, der sicher auch für mich in der Zukunft ein großes Ziel ist.
Matthias Robl
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