|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
"Das Problem, was in Köln besteht ist das fehlende Potential für neue Boulder. Nachdem ich in den letzten Jahren eigentlich alle schweren Boulder klettern konnte, stand ich lange Zeit vor einem massiven Motivationsproblem, da nichts mehr vorhanden war, was noch eine echte Aufgabe darstellte. Auch wenn ich im Frühjahr noch ein Projekt gefunden hatte, was mich im kommenden Winter sicherlich noch einige Zeit beschäftigen wird, so war ich doch auf der Suche nach einem neuen Ziel. So entand die Idee für 24/24. Die Auswahl der Boulder war ein großes Vergnügen und ich entdeckte auf diesem Wege meine Heimatgebiete neu für mich.
Nachdem die Aktion vor einem Psicobloc-urlaub eigentlich schon stattfinden sollte, aber wegen schlechtem Wetter nicht über die Bühne gehen konnte, war es am 10.Juli soweit. Halb schlafend hatte ich das Endspiel der Fussball-WM gesehen um dann punkt zwölf mit meinem support-Team zu starten. Als erstes ging es nach Glees, einem Gebiet ca. 70 km südlich von Köln. Super Blöcke, harte Boulder, alles ausgeleuchtet mit zwei Lampen. Nach ein paar anfänglichen Konzentrationsschwierigkeiten lief es auch gut auch gut. Kurz nochmal tief durchatmen bei einem hohen 7a Highball, dann war die erste Location geschafft. Nach einem kurzen Schlaf an einem Strand am Rhein ging es mit der Fähre nach Röhndorf wo zwei Boulder wartenen. Nach zehn Minuten war auch das erledigt und weiter ging es schnell zu den Katzensteinen. Der sehr schöne Sandsteinblock war mit drei harten Bouldern die nächste Hürde, glücklicherweise hatte ich jedoch einen guten Tag und größere Probleme traten nicht auf. Im ersten Versuch fielen alle Boulder. Weiter zum Kalkbouldern. Vor der Kacushöhle hatte ich einen großen Respekt. Die Boulder sind kraftvoll, dynamisch und athletisch und vor allem die Haut hat an den scharfen Griffen nicht viel zu lachen. Dies sollte auch zum größten Problem des Tages werden. Auch wenn der Flash-versuch eines 7b-boulders knapp scheiterte lief es gut. Sogar der Highball, der bei dem warmen Wetter nicht zu unterschätzen ist, gelang im ersten Versuch. Nun ziemlich platt ging es schon weiter in die Nordeifel, klassisches Konglomeratgebiet und das Hauptklettergebiet in NRW. Langsam wurde es eng. Die Pommesbude hatte geschlossen, die Haut war total am Ende und wir waren nunmehr über 20 Stunden auf den Beinen. Bei einigen Bouldern hatte ich das Gefühl nicht vom Boden wegzukommen, so müde war ich. Irgendwie gelang es aber immer und am Ende war um halb zwölf auch der letzte Boulder, ein wunderschöner langer Highball, geklettert und ich freute mich nur noch auf eines- mein Bett! Was bleibt sind wunderschöne Erinnerungen an einen besonderen einzigartigen Tag." Momentan ist Simon auf dem Weg in die Alpen um ein neues noch geheimes Bouldergebiet zu erschließen... Stay tuned for news!
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
CALZADOS BOREAL SL info@e-boreal.com - www.e-boreal.com |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||