Buildering WM
"Es war ein eisiger Tag als sich am 15. Januar 2006 zum ersten Mal Builderer
aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Türkei in Köln trafen
um die ersten offiziellen Buildering World Championships auszutragen.
Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt waren jedoch die gestellten Probleme
nicht das einzige, was den Jungs und Mädels Schwierigkeiten machte. Das
erste Mal im neuen Jahr hieß es für viele außerhalb der warmen, entspannten
Hallenatmosphäre ihr Kletterkönnen an die Wand zu bringen, was selbst
den kälteresistentesten Boulderern, wie Toni Lamprecht, der nach eigenem
Bekunden eh nie in die Halle geht, bei den frostigen Temperaturen nicht
leicht fiel. Dem deutschen Speedmeister Jonas Baumann war den ganzen Tag
nicht vielmehr an Kommentaren zu entlocken, als dass es viel zu kalt zum
Klettern sei. Umso respektabler ist deshalb seine Leistung zum Vizeweltmeistertitel
einzuordnen. Geschlagen wurde er einzig von Christian Benk, der völlig
befreit locker leicht dem Sieg entgegen rannte, boulderte oder was sonst
Grad gefordert war. Hätte es Stylepunkte gegeben, wäre er ohnehin ganz
oben gegeben. Sein Zweiwöchiger Bleauaufenthalt als Vorbereitung auf die
widrigen Bedingungen in Köln hatte sich also bezahlt gemacht.
Der Marsch durch Köln zu den drei Locations, die die Organisatoren Udo
Neumann und Simon Sticker festgelegt hatte, war sicherlich auch eines
der amüsanteren Bilder, den die Karnevalcity Köln in der letzten Zeit
zu sehen bekommen hatte. 25 mit Crashpads bewaffnete Builderer sind wohl
im Rheinpark bisher noch nicht gesichtet worden und sorgten für nicht
wenige erstaunte Blicke. Was vor allem die Teilnehmer erstaunte waren
die etwa fünfzig Zuschauer, die teils den ganzen Tag den Troß durch Köln
begleitete und selbst bei frostigstem Wind und sibirischen Temperaturen
ihren Helden zujubelten. Respekt und Dank auch dafür. Die Teilnehmer hat
es sicherlich zusätzlich motiviert.
Als am Ende selbst die Filmer und Fotografen ihre Kameras nicht mehr ruhig
halten konnten, weil sie am ganzen Körper zitterten und auch der letzte
das abschließende Highlight, eine sieben Meter hohe Kante, bezwungen hatte,
fand das Event seinen gelungenen Abschluss in der Kletterfabrik Köln.
Unser Dank gilt neben Gregor und seiner Crew in der Kletterfabrik, die
die durchgefrorenen Builderer mit Getränken und Pizza zum Abschluss versorgten,
und Red Bull, die mit einigen Paletten Kaltgetränken zwischenzeitlich
für neue Energie sorgten, besonders Boreal für das Sponsoring des Events
und natürlich allen Teilnehmern! Nächstes Mal wird es noch besser, höher,
schwerer, geiler- und vor allem wärmer! Versprochen!"
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